Désirée Witschel

Zucker ist schädlich. Dass das für Industriezucker stimmt, ist mittlerweile so ziemlich jedem klar. Aber hinter dem Begriff Zucker steckt noch viel mehr.

Gerade die Lebensmittelindustrie versucht mit schlauen Tricks, Lebensmittel zu süßen, ohne dass viel „Zucker“ in der Nährwerttabelle auftaucht.

Hier erfährst du, welche Art Zucker nun schädlich ist und welche nicht.

Lass uns gleich einsteigen!

Was ist Zucker eigentlich?

Zucker ist der Oberbegriff für süß schmeckende, lösliche Kohlenhydrate, von denen viele in Lebensmitteln verwendet werden.

Zucker ist eine natürliche Zutat, die seit jeher Bestandteil der menschlichen Ernährung ist. Unser Gehirn benötigt beispielsweise etwa 130 Gramm Glukose pro Tag, um zu funktionieren.

Grundsätzlich brauchen wir also Zucker. Aber die Tücke liegt wie immer im Detail.

Schauen wir etwas genauer hin!

Was ist der Unterschied zwischen Industrie- und natürlichem Zucker?

Industriezucker ist Zucker, der industriell, also künstlich hergestellt wird. Hierbei handelt es sich um ein isoliertes Kohlenhydrat.

Natürlicher Zucker kommt dagegen in der Natur vor, z.B. in Obst. Natürliche Zuckerstoffe (durch Photosynthese entstanden) enthalten im Gegensatz zum künstlich hergestellten Industriezucker viele Vitalstoffe und Vitamine, die dafür sorgen, dass die Stoffwechselprozesse in unserem Körper einwandfrei funktionieren.

Warum ist Industriezucker so ungesund?

In natürlichen Lebensmitteln sind immer genügend Vitalstoffe vorhanden. Diese fehlen in verarbeiteten Lebensmitteln wie dem Industriezucker.

Die Industrie verwendet in den meisten Fertigprodukten Industriezucker. Dies hat langfristig gesundheitliche Folgen für unseren Körper. Unser Körper kann zu sehr verarbeitete Lebensmittel und Industriezucker nämlich schlechter verwerten als natürlich belassene Lebensmittel und natürlichen Zucker.

Zucker macht süchtig

Wissenswert ist auch, dass unser Verlangen immer größer wird, je mehr wir diesen Industriezucker konsumieren. Heidelberger Forscher haben nämlich herausgefunden, dass Zucker das „Belohnungssystem“ im Gehirn aktiviert. Das funktioniert durch die Ausschüttung des „Glückshormons“ Dopamin, welches das Gehirn beim Zuckerkonsum ausschüttet. Ähnlich reagiert das Gehirn auf Suchtstoffe wie Alkohol und andere Drogen.

Wir werden also regelrecht abhängig. Jetzt kann man hinterfragen, ist dies bewusst so gemacht? Sollen wir immer mehr von dem Zeug in uns hineinschaufeln?

Wie auch immer. Du hast gesehen, dass du die Finger wohl lieber von dem Zeug lassen solltest und dass ein großer Unterschied zwischen dem künstlichen und dem natürlichen Zucker besteht.

Schlimmer als Zucker: Künstliche Süßstoffe

Falls du immer noch künstliche Süßstoffe zu dir nimmst, hör dir zuliebe sofort auf damit! Künstliche Süßstoffe sind seit ihrer Markteinführung in den 1950er Jahren umstritten, und wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sie mit vielen gefährlichen Nebenwirkungen verbunden sind.

Diese künstlichen Süßstoffe ohne Kalorien, die eingeführt wurden, um den Heißhunger auf Süßes zu befriedigen, schienen damals gute Alternativen zu raffiniertem Zucker und natürlichen Süßstoffen zu sein. Damit schienen sie auch ideal für kohlenhydratarme Diäten geeignet zu sein und werden auch heute noch häufig in Paleo, Atkins oder Keto-Diätplänen eingesetzt.

Die Nebenwirkungen sind es jedoch einfach nicht wert. Diese gefälschten Süßstoffe verursachen Symptome, die von Kopfschmerzen und Migräne bis hin zu Gewichtszunahme und sogar ernsteren Schäden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen reichen.

Süßstoffe machen süchtig

Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass künstliche Süßstoffe auch eine gefährliche Sucht verursachen können – eine Sucht nach übermäßig süßen Lebensmitteln. Sie trainieren die Geschmacksknospen um, damit sie immer mehr, süßere und süßere Speisen brauchen. Dies führt zu noch größeren Vorkommen von Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes, Nierenschäden und vielem mehr.

Diese Zuckerersatzstoffe solltest du meiden

Hier sind einige der beliebtesten (und gefährlichsten) künstlichen Süßstoffe, die heute auf dem Markt erhältlich sind. Sie können deiner Gesundheit ernsthaft schaden.

Es ist wichtig, dass du künstliche Süßstoffe auf den Etiketten von vorverpackten und verarbeiteten Lebensmitteln erkennen kannst.

Überprüfe deshalb immer, ob folgende Stoffe auf der Zutatenliste erscheinen:

  • Aspartam
  • Acesulfam-Kalium
  • Alitam
  • Cyclamat
  • Dulcin
  • Kaltame
  • Mogrosider
  • Neotam
  • Phenlalanin
  • Saccharin
  • Sorbit
  • Sucralose
  • Xylit

Denn neben der Tatsache, dass sie oft schwer auszusprechen sind, geben sie dir auch keine PS. 😉

Wo sich gefährliche künstliche Süßstoffe verstecken

Die Menschen sind oft überrascht, wie oft schädliche künstliche Süßstoffe in Fertiggerichten, Medikamenten und Getränken enthalten sind. Sie verstecken sich aber auch in Energieriegeln, Zahnpasta, Kaugummi, Joghurt, Backwaren, zubereitetem Fleisch uvm.

Daher ganz wichtig:

Lies dir die Etiketten der Lebensmittel, die du kaufst, auch wenn es mühsam ist, sorgfältig durch. Dann bist du sicher, dass diese gefährlichen Chemikalien nicht enthalten sind!

 

Gesunde Zuckeralternativen

Nach all den ungesunden Dingen fragst du dich vielleicht, was du denn mit gutem Gewissen als Alternative zu Industriezucker verwenden kannst.

Hier unsere Top 6:

1. Datteln

Datteln sind die getrockneten Früchte der Dattelpalme. Diese süßen, zähen Früchte sind eine hervorragende Alternative zu raffiniertem Zucker und bieten mehrere gesundheitliche Vorteile.

Im Gegensatz zu raffiniertem Zucker und vielen anderen Süßungsmitteln sind Datteln eine gute Nährstoffquelle, darunter Ballaststoffe, Kalium, Magnesium, Mangan, Vitamin B6 sowie Carotinoid- und Polyphenol-Antioxidantien.

2. Apfelmus und andere Fruchtpürees

Das Ersetzen von Zucker durch Apfelmus – oder Pürees anderer Früchte wie Bananen – ist eine hervorragende Möglichkeit, die Aufnahme von raffiniertem Zucker zu reduzieren. Du kannst hier in Rezepten einfach kreativ sein und angegebene Zutaten ersetzen.

Alle Früchte bieten aufgrund ihrer Nährstoffe gesundheitliche Vorteile. Beispielsweise sind pürierte Bananen reich an Folsäure, Mangan, Magnesium und den Vitaminen B6 und C (25).

3. Ahornsirup

Ahornsirup ist eine dicke, zuckerhaltige Flüssigkeit, die durch Kochen des Saftes von Ahornbäumen hergestellt wird.

Es enthält eine kleine Menge an Mineralien, darunter Kalzium, Kalium, Eisen, Zink und Mangan. Außerdem ist es reich an phenolischen Verbindungen wie Lignanen und Cumarinen, die entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen haben können.

Obwohl Ahornsirup einige nützliche Nährstoffe und Antioxidantien enthält, ist er immer noch sehr reich an Zucker. Er hat einen etwas niedrigeren GI als normaler Zucker, sollte aber – wie jeder Süßstoff – in Maßen verwendet werden.

4. Honig

Roher Honig, insbesondere Honig aus der Region, ähnelt Datteln darin, dass er ein echtes Lebensmittel ist. Neben Zucker enthält Honig Aminosäuren, Elektrolyte und eine Fülle von Antioxidantien. Es wurde für seine natürlichen antiseptischen Eigenschaften und seine Fähigkeit, Allergiesymptome zu lindern, angepriesen.

Während Honig einen höheren Fructosegehalt enthält, hat er einen relativ niedrigen glykämischen Index, was ihn zu einem der besten Zuckerersatzstoffe der Reihe macht. Eine Studie ergab, dass das Ersetzen von Zucker durch Honig tatsächlich den Blutzuckerspiegel senken und eine Gewichtszunahme verhindern oder beim Abnehmen helfen könnte.

5. Agavendicksaft oder Agavensirup

Die Agave ist ein Kaktus, der einen rein natürlichen Süßstoff namens Agavensirup liefert. Dieser Sirup oder Nektar ist reich an Kalzium und kalorienarm. 

Agavendicksaft hat einen sehr niedrigen glykämischen Index oder GI, da er reich an Fruktose ist. Durch seine sehr hohe Süßkraft reichen schon kleine Mengen aus, um Lebensmittel einen kleinen Süße-Kick zu verpassen.

6. Kokosblütenzucker

Kokoszucker, der aus den Blüten der Kokospalme gewonnen wird, ist mit seinen hohen Mengen an Kalium und Elektrolyten der beste Ersatz für weißen Zucker in Rezepten, da er sich ähnlich verhält. Er ist jedoch immer noch ziemlich verarbeitet und nicht so nährstoffreich wie die anderen.

Der Vorteil ist, dass er Inulinfasern enthält, die nachweislich dazu beitragen, die Aufnahme von Glukose zu verlangsamen, um den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten. Er ist wahrscheinlich einer der besten Ersatzstoffe für normalen Zucker in Backwaren.

Greif zu natürlicher Energie!

Unsere Vollgas Riegel sind aus rein natürlichen Lebensmitteln ohne Industriezucker hergestellt und sorgen für einen starken, belebenden Energieschub. Wir setzen ganz bewusst auf die Süßkraft natürlicher Trockenfrüchte und ergänzen minimal mit Agavendicksaft und/oder Ahornsirup.

Egal ob beim Leistungssport, in der Schule oder auf der Arbeit: schieb deiner Müdigkeit den Vollgas Riegel vor!

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